Saas-Fee, Schweiz | Skifahren, oder auch nicht

Ich romantisiere die Schweiz. Ich weiß, dass ich es tue – und nachdem wir erneut im Wallis Skifahren waren, werde ich es weiterhin tun. Wer könnte auch zu solchen Bergen Nein sagen?

Verena wandert:

In der Woche vor Ostern hat es mich, meinen Vater und zwei Freunde wieder nach Saas-Fee in der Schweiz verschlagen – unser bevorzugter Ort zum Skifahren. Nach zwei Jahren Pause war es jedoch für mich war es das erste Mal seit 2012, und dementsprechend gespannt war ich. In Gedanken sah ich uns durch kleine, aus Holzhäusern zusammengesetzte Dörfer fahren, die – flankiert von majestätischen Bergen – in der Bilderbuchlandschaft herumstanden, als gehörten sie schon immer dorthin, genau wie die fast absurd grünen Wiesen. Was soll ich sagen? Meine Vorstellungen bewahrheiteten sich erneut. Ich romantisiere die Schweiz, aber eigentlich ist es nur ein liebevolles Erinnern der Realität. Die Schweiz wird für mich immer eines der schönsten Länder der Welt bleiben, das mit fast allem gesegnet ist, was die Natur zu bieten hat – läge es zusätzlich am Meer, müsste ich wohl dorthin auswandern.

Panorama Skipisten

Saas-Fee ist eine autofreie Stadt, was ich schon immer faszinierend fand. Wer dort Urlaub machen möchte, muss sein Auto im riesigen Parkhaus am Ortseingang abstellen und wird dort mit dem Elektro-Auto seines Hotels abgeholt. Dabei handelt es sich aber nicht um „gewöhnliche“ Elektro-Autos, sondern mehr um kleine Lieferautos, die vor allem dazu gedacht sind, Gäste und ihre Skiausrüstung zu transportieren.

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Skiurlaub mal anders

Normalerweise fahren wir immer von Sonntag bis Freitag Ski – aber was wäre das Leben ohne ein wenig Abwechslung!? Am Montag suchte uns „Tief Niklas“ heim – ich weiß nicht, ob man sich noch in einigen Jahren an Niklas erinnern wird, aber uns hat er nachdrücklich beeindruckt, nur leider nicht auf positive Weise. Der Orkan, den Niklas mit sich brachte, ließ unsere Fensterläden ordentlich klappern und die Skilifte stillstehen. Geduldig warteten wir, gingen wir doch irrtümlicherweise davon aus, dass sich „das schon legen würde“.

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So friedlich das Dorf, so stürmisch der Berg

Spätestens am nächsten Tag merkten wir dann, dass sich das Ganze nicht so einfach gestalten würde, denn auch an diesem Tag blieben aufgrund der Windgeschwindigkeit alle Lifte geschlossen. Deshalb ‚reisten‘ wir am Nachmittag ins benachbarte Saas-Almagell. Dort guckten wir uns erst das kleine Dorf an und wanderten anschließend hoch zu einem kleinen, den Berg hinunterlaufenden Wasserfall, was den Tag doch noch zu einem schönen Abschluss brachte.

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Willkommen in Saas-Almagell

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Auch am Tag darauf – wie sollte es anders sein – blieben alle Gondeln und Lifte geschlossen. Da das Wetter aber merklich besser wurde und wir zumindest ein paar Sonnenstrahlen genießen wollten, entschieden wir uns, zur Hütte ‚Alpenblick‘ zu wandern. Der Blick von dort war wirklich spektakulär! Die Perspektive von der Piste in Richtung Tal hatte ich bereits zahllose Male gehabt, aber von der Hütte aus sah man das Ganze aus einem völlig anderen Blickwinkel.

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Zurück auf den Berg!

Am nächsten Tag konnten wir dann endlich wieder einzelne Pisten befahren, doch richtig schön wurde vor allem der Freitag, unser letzter Tag. Ich war hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis, die Pisten zu fahren und sie zu fotografieren. Letztendlich ist mir hoffentlich beides einigermaßen gelungen.

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Verena empfiehlt:

» Seit wir nach Saas-Fee fahren, übernachten wir im Hotel Garni Domino. Die Ferienwohnungen bieten genügend Platz, wurden (größtenteils) vor kurzer Zeit renoviert, sind mit einer Küche ausgestattet und sehr gemütlich. Die Lage ist gut, man erreicht zu Fuß in kurzer Zeit alle wichtigen Orte in der Stadt, und auch der nächste Supermarkt ist nicht weit entfernt. Zur Piste muss man zwar ein wenig laufen, doch das Skidepot ist direkt an der Talabfahrt gelegen, sodass einem das Schleppen der Skier erspart bleibt: Hotel Garni Domino // Bielmattstrasse 19 // 3906 Saas-Fee

» Der Tradition wegen gehen wir jedes Jahr im Alphitta essen, ein Lokal, für das die Bezeichnung ‚urig‘ wahrscheinlich erfunden wurde: Alphitta // Üsseri Wildi (?) // 3906 Saas-Fee

» Im CofFee (das Wortspiel ist einfach herrlich!) kann man hervorragend sitzen, plaudern, Kaffee trinken und die exzellente Musik genießen – schön zum Ausspannen nach einem langen Skitag oder zum Zeitvertreib bei ungünstigen Wetterbedingungen: CofFee // Obere Dorfstraße 38 // 3906 Saas-Fee

 

Wart ihr schon einmal in der Schweiz Skifahren und habt weitere tolle Skigebietsempfehlungen für mich? Dann ruhig immer her damit, berichtet mir in den Kommentaren 🙂

[Reisezeitpunkt: März 2015]

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