München, Deutschland | Das erste Mal Oktoberfest

Pünktlich zur Eröffnung der Wiesn 2016 gibt es einen kleinen Rückblick auf meinen ersten Besuch des Oktoberfests im vergangenen September! Denn wie viel Spaß mir das größte Volksfest der Welt bereiten würde, hätte ich selbst nicht geglaubt.

Verena wandert:

Die Wiesn hat mich lange Zeit nicht wirklich gereizt – ich bin kein großer Fan von riesigen Menschenmassen und unbändigem Alkoholkonsum. Insofern habe ich mich selbst überrascht, als ich letztes Jahr der Einladung einer Freundin aus München gefolgt bin. Mit meinem Freund und zwei Freundinnen durften wir im vom Trubel unbehelligten Vorort im Süden der Stadt nächtigen, wo wir passend mit Brezeln, Obazda und Weißwurst begrüßt wurden. Schon am Morgen nach unserer Ankunft sind wir dann – stilecht in Dirndl und Lederhose – zur Theresienwiese gefahren, um uns die Gaudi anzusehen. Und ehe wir uns versahen, waren wir mittendrin im bunten Treiben.

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Limo auf Bier – das lob‘ ich mir

Gleich zu Beginn war ich fasziniert vom Anblick des riesigen Areals. Da wir unter der Woche und recht früh ankamen, war die Menge an Menschen noch ertragbar. Was mich besonders überraschte, war die Atmosphäre auf der Festzeltwiese – ich hatte eher den Eindruck, es handele sich um eine riesige Kirmes! Die dutzenden Achter- und Geisterbahnen, Fressbuden und Schießstände begeisterten mich sofort. Trotzdem wurde uns von unserer Oktoberfest-erfahrenen Freundin geraten, uns erst einmal einen Platz im Festzelt zu sichern. Dem Hinweis kamen wir sofort nach, sodass ich nach kürzester Zeit die erste Maß meines Lebens genießen durfte. Da ich normalerweise gar keinen Alkohol trinke und dementsprechend wenig vertrage, entschied ich mich vorsichtshalber für eine Radler-Maß, die erstaunlich gut schmeckte – vielleicht lag dies auch an der allgemein fröhlichen Atmosphäre. Jedenfalls nahm ich bei jedem schunkelnden „Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit!“ freudig einen weiteren Schluck.

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Von Lebkuchen und Geistern

Als dann nach einer Weile zwei Medizinstudentinnen der LMU kamen, um unseren Pegel zu messen und uns nach Herzkrankheiten zu befragen, entschieden wir, dass wir nun genug (überteuertes) Bier konsumiert hatten. Dementsprechend verließen wir das Zelt und steuerten flugs einen Stand an, an den ich schon seit Beginn unseres Aufenthalts gedacht hatte: Den Lebkuchenstand! Mein Freund erfüllte mir dann auch prompt einen „Herzens“-wunsch. Und auch ansonsten wussten wir uns die Zeit zu vertreiben, probierten die ein oder andere Köstlichkeit und amüsierten uns prächtig auf der Geisterbahn.

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Auch am nächsten Tag trieb es mich noch einmal kurz auf die Wiesn, um Freundinnen zu treffen, die ich in Melbourne kennengelernt hatte. Doch es war bereits Freitagnachmittag, und dementsprechend voll. Als sie mich baten, zu ihrem Festzelt zu kommen, sah ich schon aus der Entfernung die sich stauenden Menschenmassen – das Zelt war wegen Überfüllung für eintreffende Besucher geschlossen worden! Dass ich unter der Absperrung durchschlüpfen konnte, war reiner Zufall. Nach einiger Zeit wurde es mir dann wirklich zu trubelig und ich fuhr zurück zu den anderen, die unser Sightseeing-Programm vom Vormittag fortgesetzt hatten. Am nächsten Tag stand für uns dann bereits die Heimreise an.

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Verena empfiehlt:

» Der wohl gängigste Hinweis zum Oktoberfest soll auch an dieser Stelle wiederholt werden: Denkt daran, wie schwer es sein wird, in diesem Zeitraum eine Unterkunft in München und Umgebung zu finden! Am besten quartiert ihr euch bei Freunden ein oder sucht wirklich lange vorab nach einer Schlafmöglichkeit. Alternativ könnt ihr es auch wie so handhaben wie die Person, die mir den folgenden Trick verraten hat: Ihr fahrt über Nacht mit dem Fernbus in die Stadt, genießt Morgen, Mittag, Abend und Nacht auf der Wiesn, und steigt dann hackevoll in den nächtlichen Bus zurück in die Heimat.

» Bedenkt bei eurer Reiseplanung, dass nicht nur Anreise und Unterkunft jede Menge Geld verschlingen werden – im Zweifel gebt ihr auf dem Oktoberfest selbst genauso viel Geld aus wie euch das Hotelzimmer kostet.

» Da ich selbst natürlich vollkommen ahnungslos war, noch ein letzter Hinweis für euch: Das ‚a‘ in Maß wird kurz gesprochen (reimt sich dann auf Fass), auch wenn dies gängigen Ausspracheregeln widerspricht.

 

Mir hat unser Kurzbesuch des Oktoberfests wirklich ausgesprochen gut gefallen – und ich bin wirklich die letzte Person, von der ich das erwartet hätte! Wie geht es euch – seid ihr eher Anti-Wiesn oder die absoluten Oktoberfest-Fans? Erzählt mir in den Kommentaren von euren Geschichten und Meinungen 🙂

 

[Reisezeitpunkt: September 2015]

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