Konzerte | Mighty Oaks in Köln

Am 29. April konnte ich in Köln endlich wieder einer Leidenschaft nachgehen, die in Jordanien ein bisschen vernachlässigt wurde: Konzertbesuche! Und der wunderbare Abend mit den Mighty Oaks hat mich wirklich für die langen, konzertlosen Monate entschädigt.

Verena wandert:

Schon vor einigen Monaten hatte eine gute Freundin gefragt, ob ich sie Ende April zu den Mighty Oaks begleiten möchte, und ohne großartig darüber nachzudenken, sagte ich zu – ich lebte zu dem Zeitpunkt noch in Amman und die Zeit nach meiner Rückkehr war noch weit weg. Doch ehe ich mich versah, war ich nach einem halben Jahr in Jordanien wieder in Deutschland angekommen, und der Abend in der Live Music Hall stand bevor. Und obwohl ich das neue Album „Dreamers“ gerne angehört hatte, war ich längst nicht so textsicher, wie es bei mir normalerweise der Fall ist. Aber das ist ja nun wirklich nicht das Wichtigste bei Konzerten. So ging es mit leichter Textunsicherheit, aber großer Vorfreude nach Köln!

Obwohl ich mir eigentlich absolut sicher war, schon einmal ein Konzert in der Live Music Hall erlebt zu haben, konnte ich mich dann doch nicht an die Location erinnern… Mysteriös. Begeistert war ich trotzdem vom mit Ranken überdachten Innenhof, in dem vegetarisches Börek angeboten wurde. In der Konzerthalle musste ich dann außerdem erst einmal eine Mate trinken (#sorrynotsorry für’s studentisch-Sein), um mich wachzuhalten, nachdem ich in der Nacht zuvor mein großes Idol Andreas Fröhlich in der Alten Kantine in Berlin erlebt und recht wenig Schlaf bekommen hatte. Zum Glück hatte ich meine Überlegung, eine der beiden Veranstaltungen nicht zu besuchen, recht schnell wieder verworfen, denn der Abend in Köln sollte sich ebenfalls als Highlight herausstellen.

Die Vorband, Lion Sphere, machte ihren Job recht gut und passte auch stimmungstechnisch gut zu den Mighty Oaks. Trotzdem war die Freude dann groß, als sie von Ian & Co abgelöst wurden – Vorband zu sein ist nun einmal eine undankbare Aufgabe…

Lion Sphere geben alles

Die Mighty Oaks waren live wirklich ein Erlebnis. Das Publikum war gut drauf und hat jedes Lied angemessen gefeiert. Doch was am meisten beeindruckt hat, war Ians Stimme: Schon auf dem Album überzeugt sie mit ihrer mal sanften und meist rauen Kraft, aber die Aufnahmen sind kein Vergleich zum Liveauftritt. Stellenweise habe ich mich wirklich gefragt, welcher Produzent da herumgepfuscht hatte. Jedenfalls genoss ich es, seine Stimme in ihrer ganz eigenen Perfektion live zu erleben. Und auch der Rest der Band wusste zu überzeugen.

Neben der einfach fantastischen Musik waren die Mighty Oaks vor allem eins: Unendlich sympathisch. Besonders Frontmann Ian, der den größten Redeanteil hatte, war einfach zu goldig und man hat ihm einfach angemerkt, wie sehr er jede Sekunde des Auftritts genießt und wie dankbar er für dieses Leben ist. So ein offenkundiges, aufrichtiges Glücklichsein habe ich bisher nur bei Bosse wahrgenommen und fand es daher umso schöner, diese tolle Band mit dem Konzertbesuch zu unterstützen.

Der Abend war leider viel zu schnell vorbei, auch wenn die Band über 90 Minuten gespielt hat. Anschließend haben sich sowohl Lion Sphere als auch die Mighty Oaks es sich nicht nehmen lassen, mit den Fans am Merch-Stand zu plaudern, Fotos zu machen und diverse Poster und Konzertkarten unterschreiben zu lassen.

Mein Fazit des Abends: Wer die Mighty Oaks gerne hört und schon darüber nachgedacht hat, sie sich mal live anzugucken – tut es! Ihr werdet es keine Sekunde bereuen und so viel positive Energie und Freude zurückbekommen, wie man es nicht oft erlebt. Und denkt immer daran: So jung kommen wir nicht mehr zusammen!

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